Kunsttherapeutischer Ansatz:







Beratung und Begleitung kunstorientierter Prozesse in der therapeutischen Arbeit

Mein kunsttherapeutischer Ansatz folgt dem der "Expressive Arts": Das beinhaltet künstlerische Ausdrucks- und Mitteilungsformen aus den bildenden Künsten, der Musik, dem Tanz, der Poesie & dem Theater. In meiner kunsttherapeutischen Arbeit kommen kunst- und ausdrucksorientierte Methoden zum Einsatz, um eigene Lösungsansätze zu finden. In der Arbeit mit verschiedenen Kunstformen kommt es zu einer Dynamik, die besondere Impulse für Veränderungsprozesse setzen sowie die Brücke von der künstlerischen Gestaltungsfähigkeit zur der im alltäglichen Leben herstellen kann.

Gegenwärtigkeit der Begegnung

Bei dem Thema der Begegnung in der Kunsttherapie geht es mir nicht nur um das Gespräch zwischen Kunsttherapeut*in und Klient*in, sondern um alles, was im Raum um uns herum geschieht und mit unseren Sinnen spürbar ist, im gegenwärtigen Hier und Jetzt. Als besonderes und wesentliches Merkmal kommt die Begegnung mit dem künstlerischen Prozess an sich hinzu. 

Die „wahrhafte Hinwendung“ (Buber, Das dialogische Prinzip) ist auch für die therapeutische Gesprächsführung so bedeutsam: Im Mittelpunkt der Begegnung stehen die Klient*innen. Gemeinsam mit den Therapeut*innen suchen sie nach Lösungsansätzen und eigenen Ressourcen, die sie auf ihrer Lösungssuche oder in schwierigen Situationen aktivieren können. Das Kunstwerk und der künstlerische Prozess gehören in der Kunsttherapie zu der sich entwickelnden Beziehung zwischen Klient*innen und Therapeut*innen.

Von Seiten der Therapeut*innen gilt es, den Klient*innen offen zu begegnen, Empathie und Einfühlungsvermögen für die Gedanken der Klient*innen zu entwickeln, deren Emotionen und Wahrnehmungen ernst zu nehmen sowie Wertschätzung und Respekt gegenüber ihrer Person zu zeigen. Dabei ist z.B. nicht zu vergessen, dass Klient*innen Expert*innen ihrer Selbst und eigenständig darin sind, sich in Begleitung der Therapeut*innen ihren Zielen und Wünschen zu nähern. Klientenzentriert in meiner Arbeit bedeutet für mich persönlich, mich von den Klient*innen an der Hand nehmen zu lassen und mich auf sie einzulassen. Es entstehen dabei immer wieder Überraschungen und Neues, da sie sich mit Vertrauen und Zuversicht öffnen, wofür ich ihnen unendlich dankbar bin. 

Der Kinder- und Jugendpsychiater Schulte-Markwort spricht in diesem Zusammenhang auch von Demut; dem möchte ich mich anschließen.

"Meine täglichen tiefen und berührenden Begegnungen mit Kindern machen dankbar und demütig. Dankbar für die Offenheit und das Vertrauen, mit dem sich Kinder an uns wenden. Demütig, weil sie verdeutlichen, was wir mit ein wenig Geduld und Hellhörigkeit aus ihnen machen können. Demütig manchmal auch in der Anerkennung der Grenzen."

(Schulte-Markwort: Burnout Kids. Wie das Prinzip Leistung unsere Kinder überfordert, 2016. S. 19 f.)


Lösungsansätze finden:

Wie schärfe ich meine Wahrnehmung?

Wie bewege ich mich in Raum und Zeit?

Welche Möglichkeiten eröffnen sich mir?

Wo liegen meine Stärken?

Wo finde ich meine Ressourcen wieder?

Welche Perspektiven kann ich einnehmen?

Wohin lenke ich meinen Blick?

Worauf lasse ich mich ein?

Wo sind meine Grenzen?

Wann kann ich mir erlauben, über diese hinauszugehen?

prev next

"Ich nehme ihn, der mir zuhört, an der Hand und führe ihn zum Fenster. Ich stoße das Fenster auf und zeige hinaus. Ich habe keine Lehre, aber ich führe ein Gespräch."

(Martin Buber)

In der Praxis für Kinder- und Jugendpsychiatrie Gertigstraße in Hamburg arbeite ich als Kunsttherapeutin und leite z.B. Resilienz- und Trennungskindergruppen sowie Jugendgruppen mit verschiedenen Schwerpunkten (www.kjp-hh.de).