TickvonTock in Quarantäne - Folge 11

"Du kannst sowieso nicht wie sonst von Wohnung zu Wohnung ziehen", sagt Dr. med. von Tock lachend zu ihrem Ehespecht TickvonTock. " Du hustest und hast Fieber! Du bleibst jetzt erst mal in Quarantäne." TickvonTocks genervtes Stöhnen geht in trockenes Husten über. "Sei froh, dass Du keinen Schnabelschutz tragen musst," fügt PickPocks Großmutter Dr. med. von Tock hinzu. Sie ist eine sehr gute Ärztin. "Du ticktockst wohl nicht richtig!", schimpft der Großvater ungehalten. "Nanana!", tadelt Dr. med. von Tock ihn lachend, "Wie redest Du denn vor den Kindern!"
Damit sind wohl PickPock und PickPUNK gemeint. Sie waren zu ihren Großeltern in den Bürgerpark geflogen, weil sie wussten, dass diese die meisten und schönsten Spechthöhlen im Stadtpark besitzen. Da konnten sie vorübergehend doch wohl eine an PickPUNK abgeben. Aber die beiden Jungspechte hatten vergessen, dass TickvonTock Kunstsammler ist und unter keinen Umständen eine seiner Höhlen abgeben würde. Schon gar nicht so einem knallbunten PickPUNK. Auch nicht vorübergehend. Da ist TickvonTock altmodisch. Kritisch beäugt er PickPUNK durch sein Monokel. "Das sind keine Wohnhöhlen, das sind MUSEEN!", versetzt TickvonTock und schnieft ein wenig. Dr. med. von Tock verdreht die Augen: "Sie sagen doch, es ist nur vorübergehend!"
"Fragt doch Urgroßvater von Hick, den alten Schluckspecht!" ruft TickvonTock ungehalten. Eigentlich heißt der Urgroßvater von Tick, aber da er ziemlich gern vergorenen Birkensaft schlürft, hatte er irgendwann den Spitznamen von Hick bekommen. "Das ist doch nichts für einen Jungspecht", erwidert Großmutter von Tock. "Da steigt ihm ja schon der Birkensaftdunst in die Birne." Die Birne! Da fällt PickPock sein Freund Bilchi ein, der noch vor Einbruch der Dunkelheit ein neues Zuhause in der Birne braucht! "Also abgemacht", wagt er sich vor, "PickPUNK darf vorübergehend in eine deiner Museumshöhlen ziehen." Müde vom Fieber nickt TickvonTock mit dem Kopf. Seine Augen sind schon ganz klein. "Ich weiß schon eine geeignete Höhle", freut sich Dr. med von Tock. "Komm, ich bring dich hin, lieber Enkel." Und dann fügt sie hinzu: "Es ist sogar in Sichtweite. So kannst du immer rüber gucken, mein lieber TickvonTock." Ob PickPUNK das so toll findet? Naja, ist ja nur... genau: vorübergehend.
Im Ateliergarten angekommen sieht PickPock sich gleich nach einer geeigneten Höhle für seinen Freund Bilchi um. Wo ist der eigentlich? Kurz trommelt PickPock an den Birnbaum: "Bilchi?!" Da guckt Bilchi auch schon aus einem unfertigen Spechtloch direkt neben Schneewittchen. Das ist eine Rose mit weißen Blüten, die direkt an der Birne wächst. "Hier hab ich mich reingequetscht", quietscht Bilchi. "Is ein bisschen eng!" PickPock macht sich ans Werk. Und pickpockt innerhalb kürzerster Zeit eine geräumige Wohnhöhle für Bilchi. "Erst mal nur ein Zimmer, aber in den nächsten Tagen arbeite ich weiter", verspricht PickPock und gähnt spechthaft. So ein Atelierspecht ist nämlich nicht so leicht mit seinen Werken zufrieden. Da ähnelt PickPock ganz seinem Großvater, dem Kunstsammler TickvonTock. Bilchi ist hellauf begeistert. "Daaaaaanke, mein liebster Freund!", ruft er. Und fängt gleich an, seine neue Schlafhöhle auszustatten. Die ganze Nacht kruschpelt er unter PickPocks Wohnloch herum. Denn Bilchi ist im Unterschied zu diesem hellwach und ausgeschlafen, denn er ist wirklich ein nachtaktives Tier. Als PickPock am nächsten Morgen aufwacht...

Was PickPock am nächsten Morgen erlebt, erfahrt ihr am nächsten Sonntag! Und wenn ihr euch auch ein gemütliches Häuschen bauen möchtet, sehr nach unter "Ideen" auf der homepage!