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PickPock macht Ferien - Folge 21

"Aber wie bringt ihr Schnütchen denn in den Park? Etwa im Schnabel wie ein Pelikan die Fische?" lacht eine besonders freche Lachmöwe, die über dem Ateliergarten ihre Runden fliegt und die Diskussion mitgehört hat. "VerpickDich!", ruft PickPock wütend, der gar nicht haben kann, wenn Vögel blöde Witze über seine neue Familie machten. Die Möwe lacht ihn nur aus. Bilchi greift ein und ruft dazwischen: "Ich flechte euch ein Netzchen! Ich weiß wie das geht. Vertraut mir!"

Und tatsächlich fliegen PickPock und Rotkehlchen noch am frühen Abend mit Schnutino im Netzchen an den Ententeich im Bürgerpark. Hier möchten sie mit ihrem Küken Ferien machen! Denn wie sollte es denn in seinem liebsten Element, dem Wasser, zurecht kommen, wenn es in einer BirnbaumHöhle aufwächst? Bilchi, die geschickte Haselmaus, hatte Schnutino wirklich ein wundervolles Netzchen aus reißfesten Halmen geflochten. Und darin fliegen Rotkehlchen und PickPock Schnutino nun in den Park. PickPock trägt das Bündel im Schnabel und Rotkehlchen piepst beruhigend auf Schnutino ein. Einige freche Jungspechte im Park bekommen einen spechten Lachanfall, als sie PickPock so daher kommen sehen: "Was bringt denn der Storch heute für Küken heran?" kreischen sie und fliegen PurzelFlüge vor Lachen. Aber PickPock ist so aufgeregt, dass er nicht auf sie achtet.
"Spechtakulär!", ruft jetzt hingegen begeistert sein Großvater TickvonTock. "Das nenn ich mal ne SpechtAktion!" Fasziniert betrachten PickPock und Rotkehlchen schließlich wie ihr Entenküken im PockKommaNichts im Wasser schwimmt: Ganz ohne Schwimmstunden! Es ist einer der längsten und hellsten Tage im Jahr und sie genießen die laue Abendluft. PickPock fliegt die umliegenden Bäume ab und findet ein passendes altes Spechtloch, das er noch ein wenig pickpockt bis es zu einer gemütlichen SchlafHöhle geworden ist. Schnutino möchte heute schon auf der Enteninsel mit paar Freunden übernachten. Vom SchlafLoch aus können Rotkehlchen und PickPock auf die Insel sehen und das fröhliche Geschnattere hören. Bis es schließlich immer leiser wird...

Was die drei in den Ferien erleben, könnt ihr im September zum Ende des Sommers lesen... Bis dahin wünschen euch die PickPockFamilie und das KunstAtelier einen wunderbaren Sommer voller Kreativität und Muße! Vielleicht kommen einige von euch ja auch in einen der FerienKurse, wo ihr die ganzen PickPockLöcher im Birnbaum bestaunen könnt...

PickPock lernt brüten - Folge 18

Nach seiner GartenPiraterie ist PickPock richtig müde und gönnt sich eine kleine Pause in seiner Wohnhöhle im Birnbaum. Als er dann am späten Vormittag in den Bürgerpark fliegt, trifft er seinen Großvater TickvonTock, den Kunstsammler. Aufgeregt erzählt dieser von einer wunderschönen EierSammlung. Natürlich sind es leere Eierschalen, aus denen die Küken schon vor SpechtZeiten geschlüpft sind.
"Stell dir vor!", ruft TickvonTock schon von weitem, "KlinkvonKlonk hat mir seine spechtweitbekannte Eiersammlung vermacht!" KlinkvonKlonk ist ein nicht nur im Park berühmter MusikerSpecht, der an Regenrinnen, Rohren und anderen metallenen Objekten seine Trommlereien vollführte. Specht kann sagen, dass es sich um eine Himmelberühmtheit handelt: Denn die KlinkKlonkereien und Trommelwirbel von KlinkvonKlonk waren kilometerweit zu hören gewesen! Nun war er in hohem Alter in den SpechtHimmel entflogen. Daran glauben jedenfalls die meisten Spechte und Vögel, die den blechernen Klang seiner Kompositionen noch im Ohr haben.
Interessiert fliegt PickPock mit seinem Großvater TickvonTock zur Sammlerhöhle des großen Musikerspechts. TickvonTocks Kopfkappe ist dunkelrot vor Aufregung, als er PickPock die spechtakuläre Eiersammlung vorführt. Was waren das für Formen und Farben! WinzlingsEier von Zaunkönigen und riesige SchwanenEier. Eier mit Punkten oder Sprengseln, rund oder länglich. "Ist das nicht spechtakulär? SPECHTAKULÄR!" wiederholt TickvonTock immer wieder fassungslos vor Freude.
ZumSpechtnochmal, flucht PickPock plötzlich vor sich hin. Für heute Mittag hatte er sich doch zu einer BrutSchicht in der Kükenklappe eingetragen. "Ich muss los! Zu einer anderen Eierhöhle!" erklärt er dem Großvater, der vertieft und verliebt seine neue Sammlung betrachtet.
PickPock kommt gerade noch rechtzeitig in die warme Höhle mit den Waiseneiern. MildevonEich, eine erfahrene Eichelhäherin, mustert den Jungspecht eine Weile von oben bis unten, was PickPock schon unangenehm wird, als sie freudig ausruft: "Ja, das da hinten ist genau die richtige Größe für dich. Es ist gerade erst in unserer Kükenklappe abgegeben worden." Ein ziemlich großes, helles Ei mit ziemlich glatter, dicker Schale liegt in einer Höhlenecke auf weichen Flaumfedern. PickPock ist ganz aufgeregt. Seine erste Brutstunde! Und gleich so ein majestätisches Schwanenei. "Bevor du dich auf das Ei setzt, nimm bitte noch ein Bad", sagt MildevonEich. Geht das nicht ein bisschen zu weit?, denkt PickPock, Jetzt auch noch ein ExtraBad... "Die Feuchtigkeit beim Brüten ist genauso wichtig wie die Wärme. Gerade bei Eiern von Wasservögeln", erklärt MildevonEich, "deswegen feuchten wir zwischendurch unser Gefieder immer wieder an." Achso, PickPock ist beruhigt. Nach einem sehr kurzen Bad am Teichrand (er hasst eigentlich Wasser!) ruckelt er sich auf dem Ei zurecht und MildevonEich wirkt sehr zufrieden mit ihm. "Ich komme später vorbei und zeige dir, wie man das Ei ab und zu dreht."
So ein Schwan!, freut sich PickPock. Was so viel heißt wie "so ein Schwein". Gleich als erstes ein Schwanenei! Aber adoptieren können Rotkehlchen und er dieses hier nicht. Wie sollen sie denn so ein RiesenKüken in einer Spechthöhle aufziehen? Die Stunden während des Brütens verfliegen im Nu. Und PickPock hat Zeit zu meditieren und über das Leben zu philosophieren...

Was PickPock während des Brütens ausbrütet..., das erfahrt ihr in den nächsten Folgen: immer sonntags in diesem Blog! Und weitere kreative Ideen findet ihr unter "Ideen" auf der homepage vom KunstAtelier Exprimendi!

PickPock streut nicht nur Ideen! - Folge 17

Nach der aufregenden Demo gestern hatte sich PickPock stundenlang auf seinem FlaumFederSofa herumgewälzt und nicht schlafen können. Und als er dann doch wegsackt, dann um in wildesten Träumen halb als Zorro, halb als Batman durch wild gewordene Vogelscharen zu flattern. Und alle wollen was von ihm!
Völlig durchpockt erwacht er früh am Morgen. Und fragt sich, wie spät es wohl sein mag. Vier Schläge einer Glocke zählt er. An der würde er auch gern mal pickpocken: Was für ein Klang wäre das! Ächz! lässt er sich zurück in sein Federkissen (und er hat wirklich eines!) sinken. Aber er kann kein Spechtauge zudrücken. Auch mit Schnabel tief in den Flügel gegraben wird das heute Morgen nichts mehr. Also - Morgenstund hat Wurm im Mund - verlässt PickPock sein Wohnloch im Birnbaum und muss aufpassen, sich nicht in den riesigen Blüten des HahnenFußGewächses zu verheddern. Wie wäre es, wenn diese Halka mal ein bisschen die Pflanzen auf Abstand halten würde. Der Garten gleicht ja einem Dschungel!
Andererseits wimmelt es hier von leckeren Insekten und kleinen Vögeln, die den Schnabel aufsperren... Da fallen PickPock wieder die Protestideen ein, die sie gestern Abend noch ausgeheckt hatten: So viel Nester wie möglich in Bäumen und Sträuchern bauen, damit niemand wagte, sie zu fällen; sich überall immer mal blicken lassen und auf sich aufmerksam machen; Biber noch mehr Biberburgen bauen; Eichhörnchen wollen auf Fensterbänken toben und Kinder von ihren Kletterkünsten begeistern: Die Kinder sind sowieso auf ihrer Seite - vielleicht können sie die Erwachsenen noch überzeugen, die Natur mehr zu achten!
Die Ideen hatten nur so gesprudelt. Und es waren auch richtig verrückte darunter. So wollte PickPUNK versuchen, betonierte Flächen aufzupocken... Eichelhäher sollten dann Eicheln, Nüsse, Samen usw. auf den unbebauten Stellen verteilen und so aussäen.
Die frische Morgenluft tut PickPock richtig gut, als er rüber zum Bürgerpark fliegt. Er guckt gleich bei PickPUNK vorbei, der noch in einer der KunstsammelHöhlen von TockvonHick wohnt. PickPUNK ist auch schon wach, weil er am Vortag den halben Tag verschlafen hatte. Zusammen fliegen sie zur Ringelbar am EmmaSee und stärken sich in der aufgehenden Sonne mit "Original TockvonHicks Birkensaft". Die Sonne hat schon richtig Kraft als sie sich zum EichelhäherTreff im Eichenwäldchen aufmachen. "Wir nennen uns jetzt "GartenPiraten" kreischen ihnen die Eichelhäher fröhlich entgegen. PickPUNK erzählt von seinen Aussaat-Ideen. "Samenkugeln, Samenkugeln!" kreischen die Eichelhäher begeistert.
PickPock ist fast ein bisschen neidisch. Er würde auch gern Samen streuen! Aber da kommt ihm eine neue Idee: Er und die anderen Spechte könnten doch Samenkapseln vorsichtig von Stängeln abtrennen, auf Grün- und Erdstreifen bringen und mit dem Schnabel anpocken: Dann springen die Kapseln auf und die Samen fallen heraus! Gedacht, gesagt, gepockt! Zum Glück ist es noch so früh, dass kaum Verkehr auf den Straßen ist, als sie losziehen und ihre Beute streuen...

Ihr erinnert euch vielleicht, dass PickPocks Vater ein Grünspecht und Ökologe ist. Er zeigt den JungSpechten, welche Samen gut keimen. Und wenn ihr auch mitmachen wollt als "Gartenpiraten", lest unter "IDEEN" auf der homepage nach, wie ihr "Samenkugeln" selbst machen könnt!

Familie: Picus Artisticus - Folge 14

„Pickedipocke im Hirn?“, kichert Rotkehlchen, „Ich lach mich ringelig!“ Sie sitzt mit PickPock auf einem AhornAst und kann sich kaum krallen, also halten vor Lachen. Am dicken Stamm ringelt Urgroßvater TockvonHick eine neue Saftbahn: Immer schön ein Loch nach dem anderen rund um den Stamm herum. Nachdem sie gestern zusammen bis in den Sonnenuntergang hinein geturtelt hatten wie die romantischsten Ringeltauben, hatte PickPock selig geschlafen. Und gleich am nächsten Morgen war Rotkehlchen ihn im Ateliergarten abholen gekommen. Erst gegen halb acht, mit Rücksicht auf sein Langschläfertum. Dann hatte ihr PickPock von seinem Urgroßvater, TockvonHick erzählt, einem der besten Ringler im norddeutschen Raum. Und sie waren zur RingelBaustelle in den Bürgerpark geflogen.

Hier sitzen sie nun und sehen dem fleißigen SaftBahnschlagen zu. TockvonHick duldet keine Hilfe. Beim Aussuchen einer neuen Vogelbar geht er mit äußerster Vorsicht vor. Er benutzt sein altes Stetoskop aus seiner Zeit als Dr. med. von Tick. Und horcht die Baumstämme nach gut fließenden Saftbahnen ab. „Plätschert und gluckert es tief im Stamm, baut der Ringler seinen Damm.“, kommentiert TockvonHick. „Fürs Ringeln dann keine Eile, gut Ding braucht ne Weile“, fügt er hinzu und wendet sich an die kichernden Urenkel. Rotkehlchen hat er gleich ins Spechtherz geschlossen, sodass sie für ihn schon zur PicusFamilie gehört. „Hinten in der alten Buche, liest mein Freund gleich aus dem Buche: fliegt hin im Nu und hört ihm zu! Nach dem Studieren dürft ihr auch den Saft probieren.“

In der Buche trommelt der Picus philosophicus Kant im Original. „So gut bin ich noch nicht im Trommeln“ flüstert Rotkehlchen PickPock zu. „Ich habe noch nicht sooo viele Trommelstunden bei Picus maestrus genommen, um Kant zu verstehen. Das sind zwei besondere Spechtarten, die in PickPocks großer Familie selten vorkommen. PickPocks Familie hat eher einen künstlerischen und einen medizinischen Zweig. Dabei fällt PickPock wieder seine Geschenkidee für Rotkehlchen ein. Er würde ihr eine wunderschöne, übersichtliche Ahnentafel pickpocken. In der er Platz für Rotkehlchen und ihr Kleines lassen würde. Er musste nur noch einen geeigneten breiten Stamm finden. "Eine jede Handlung ist recht, die oder nach deren Maxime die Freiheit der Willkür eines jeden mit jedermanns Freiheit nach einem allgemeinen Gesetze zusammen bestehen kann.", übersetzt PickPock für Rotkehlchen in Vogelsprache. Uff, ja, da haben sie wieder "Futter" zum Nachdenken, Trommeln und Zwitschern! Und fühlen sich ganz frei, als sie über den Park fliegen...

Was PickPock als nächstes erlebt, könnt ihr nächsten Sonntag nachlesen! (Da ich einige Webinare vorzubereiten habe und auch im Atelier immer so viel zu tun ist, gibt es ab jetzt nur jeden Sonntag eine Folge.) Und unter "Ideen" auf der homepage erfahrt ihr etwas zu "Ahnentafeln"...

Quelle des Zitats: Immanuel Kant (1724 - 1804, deutscher Philosoph), Die Metaphysik der Sitten, 1797. Erster Teil. Metaphysische Anfangsgründe der Rechtslehre

PickPock erinnert sich - Folge 6

Als PickPock morgens aufwacht, ist er total müde. Und es war noch später als sonst. "Langschläfer" neckten ihn die Vögel immer. Was war das für eine Nacht gewesen! Mühsam erhebt er sich von seinem Flaumfedersofa. Wo könnte er heute denn mal sein Frühstück einnehmen? In seinem Lieblingsgarten mit all der Osterdeko? Er hat gar keine Lust auf Wollfussel. Andererseits ist der alte Birnbaum gerade morgens so voller leckerer Käferlein, die nachts besonders viel Geschmack ansammeln! Findet PickPock jedenfalls. Und außerdem, im Birnbaum, da hat er schon richtig viele Schmieden angelegt. Schmieden, das sind Spalten, die Spechte in den Baumstamm hämmern, um Nüsse oder Zapfen darin einzuklemmen und diese dann in Ruhe zu knabbern. Und PickPock liebte Nüsse zum Frühstück.
Also fliegt er kurzerhand doch zum alten Birnbaum. Er holt sich eine alte Nuss aus dem Nachbarsgarten und klemmt sie in eine Schmiede am Birnbaum. Während er das Nüsslein aufpockt, steigt aus einem der Fenster ein Geruch in seine Nase..., den kennt er doch! Der erinnert ihn an letztes Jahr, da war er noch ein kleiner Specht gewesen und seine Eltern hatten ihn hierher gebracht:
Kleine Kinder waren durch den Garten getobt. Und PickPock hatte gleich gesehen, dass es kleine Wesen waren, fast wie er selbst. Er hatte sie nervig und aufregend zugleich gefunden. Und da hatten sie mit einer gelben, komischen, feuchten Erde gemanscht. Kurze Zeit später war dieser Geruch durch den Garten geströmt. Nüsse und Rosinen waren im Gras herum gelegen. Die Nüsse hatten sehr lecker ausgesehen. "Nimm nie etwas von Menschen", hatten seine Eltern PickPick und PockPock ihn ermahnt, "die sind sehr unhygienisch und haben jede Menge Viren." Hm, hatte PickPock nicht schon an einem Meisenknödel gehangen? Aber das war wohl etwas anderes, da die Meisen nicht krank davon wurden.
Nun ist PickPock groß genug, sich seine Nüsse selbst zu holen und in eigene Schmieden zu stecken. Genüsslich schmatzt er seinen Nusskern und muss schon wieder an das Rotkehlchen denken, als...

Was dann geschieht, erfahrt Ihr schon am Karfreitag: Da gibt's eine Oster-Sonder-Folge von unserem Atelierspecht. Denn da bekommt er Besuch von seinem Cousin PickPunk... Und was ist das für eine merkwürdige gelbe Masse, von der PickPock erzählt? Die Backanleitung sehr ihr unter "Ideen" auf der homepage!