PickPock lernt brüten - Folge 18

Nach seiner GartenPiraterie ist PickPock richtig müde und gönnt sich eine kleine Pause in seiner Wohnhöhle im Birnbaum. Als er dann am späten Vormittag in den Bürgerpark fliegt, trifft er seinen Großvater TickvonTock, den Kunstsammler. Aufgeregt erzählt dieser von einer wunderschönen EierSammlung. Natürlich sind es leere Eierschalen, aus denen die Küken schon vor SpechtZeiten geschlüpft sind.
"Stell dir vor!", ruft TickvonTock schon von weitem, "KlinkvonKlonk hat mir seine spechtweitbekannte Eiersammlung vermacht!" KlinkvonKlonk ist ein nicht nur im Park berühmter MusikerSpecht, der an Regenrinnen, Rohren und anderen metallenen Objekten seine Trommlereien vollführte. Specht kann sagen, dass es sich um eine Himmelberühmtheit handelt: Denn die KlinkKlonkereien und Trommelwirbel von KlinkvonKlonk waren kilometerweit zu hören gewesen! Nun war er in hohem Alter in den SpechtHimmel entflogen. Daran glauben jedenfalls die meisten Spechte und Vögel, die den blechernen Klang seiner Kompositionen noch im Ohr haben.
Interessiert fliegt PickPock mit seinem Großvater TickvonTock zur Sammlerhöhle des großen Musikerspechts. TickvonTocks Kopfkappe ist dunkelrot vor Aufregung, als er PickPock die spechtakuläre Eiersammlung vorführt. Was waren das für Formen und Farben! WinzlingsEier von Zaunkönigen und riesige SchwanenEier. Eier mit Punkten oder Sprengseln, rund oder länglich. "Ist das nicht spechtakulär? SPECHTAKULÄR!" wiederholt TickvonTock immer wieder fassungslos vor Freude.
ZumSpechtnochmal, flucht PickPock plötzlich vor sich hin. Für heute Mittag hatte er sich doch zu einer BrutSchicht in der Kükenklappe eingetragen. "Ich muss los! Zu einer anderen Eierhöhle!" erklärt er dem Großvater, der vertieft und verliebt seine neue Sammlung betrachtet.
PickPock kommt gerade noch rechtzeitig in die warme Höhle mit den Waiseneiern. MildevonEich, eine erfahrene Eichelhäherin, mustert den Jungspecht eine Weile von oben bis unten, was PickPock schon unangenehm wird, als sie freudig ausruft: "Ja, das da hinten ist genau die richtige Größe für dich. Es ist gerade erst in unserer Kükenklappe abgegeben worden." Ein ziemlich großes, helles Ei mit ziemlich glatter, dicker Schale liegt in einer Höhlenecke auf weichen Flaumfedern. PickPock ist ganz aufgeregt. Seine erste Brutstunde! Und gleich so ein majestätisches Schwanenei. "Bevor du dich auf das Ei setzt, nimm bitte noch ein Bad", sagt MildevonEich. Geht das nicht ein bisschen zu weit?, denkt PickPock, Jetzt auch noch ein ExtraBad... "Die Feuchtigkeit beim Brüten ist genauso wichtig wie die Wärme. Gerade bei Eiern von Wasservögeln", erklärt MildevonEich, "deswegen feuchten wir zwischendurch unser Gefieder immer wieder an." Achso, PickPock ist beruhigt. Nach einem sehr kurzen Bad am Teichrand (er hasst eigentlich Wasser!) ruckelt er sich auf dem Ei zurecht und MildevonEich wirkt sehr zufrieden mit ihm. "Ich komme später vorbei und zeige dir, wie man das Ei ab und zu dreht."
So ein Schwan!, freut sich PickPock. Was so viel heißt wie "so ein Schwein". Gleich als erstes ein Schwanenei! Aber adoptieren können Rotkehlchen und er dieses hier nicht. Wie sollen sie denn so ein RiesenKüken in einer Spechthöhle aufziehen? Die Stunden während des Brütens verfliegen im Nu. Und PickPock hat Zeit zu meditieren und über das Leben zu philosophieren...

Was PickPock während des Brütens ausbrütet..., das erfahrt ihr in den nächsten Folgen: immer sonntags in diesem Blog! Und weitere kreative Ideen findet ihr unter "Ideen" auf der homepage vom KunstAtelier Exprimendi!